Maurice Velati. Medienmensch.

Mikrofone in einem Radiostudio
Redaktionsleiter SRF (Radio & Online) . Gelegenheitsblogger. Kommunikator. Tontechniker. (Süd-)Aargauer.

Willkommen auf meiner persönlichen Website. Mit persönlichen Ansichten.


Fall Rupperswil: Verstehen wollen

Journalisten und Kameraleute an der Medienkonferenz zum Fall Rupperswil in Schafisheim (AG)
Medienkonferenz zum Fall Rupperswil (Bild: Maurice Velati)

Ein Verbrechen wie der Vierfachmord von Rupperswil schockiert. Macht traurig, hilflos, wütend, ängstlich. Auch ich möchte wissen und verstehen, wie so etwas passieren kann. Wie ein Mensch zu einem grausamen Verbrecher wird.

Journalisten sollen Antworten liefern auf die Fragen des Publikums. Wir versuchen es auch in diesem Fall. Ich allerdings habe bisher kaum Antworten gelesen, die mir helfen.

Eine (etwas zynische) Kurz-Analyse.

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Ein Hoch auf die Lokalpolitik

Lösungen suchen in der Politik: Zwei Hände reichen sich zwei passende Puzzle-Teile
(c) gajus/fotolia

Dass ich den Lokal- und Regionaljournalismus für den besten aller Berufe halte, habe ich an dieser Stelle schon beschrieben. Inzwischen habe ich bemerkt, dass mir auch die Lokalpolitik ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Im Gegensatz zur Politik auf kantonaler und nationaler Ebene, die mich je länger je öfter langweilt. Ein ganz persönliches Statement zum Thema politische Kultur.

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«Frag doch schnell den...»: Instant-Reaktionitis

Interview mit Frau: Journalisten holen schnell Reaktionen ein
(c) wellphoto / fotolia

Sie kennen diesen Typ von Geschichte: Es gibt ein neues Asylzentrum in Gretzenbach. Was sagt wohl SVP-Nationalrat und Minarettsverbot-Initiant Wobmann dazu, der in dieser Gemeinde wohnt? Oder: Es gibt eine neue provokative Werbekampagne. Was sagt wohl SP-Nationalrätin und Vorzeigefeministin Yvonne Feri dazu? Journalisten brauchen Konflikte. Konflikte brauchen Menschen mit klaren Positionen. Wir Journalisten tappen deshalb täglich in diese «Reaktionitis-Falle».

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Reflex «Draufhalten»: Handy ein, Hirn aus?

Feuerwehrautos, im Hintergrund brennendes Haus und Drehleiter, Grossbrand in Olten
Einsatz in Olten (Bild: Maurice Velati)

Ein Grossbrand in Olten wird zum nationalen Medien-Ereignis. Ein Grund dafür: Es ist sofort tonnenweise Bild- und Videomaterial verfügbar. «Bürger-Journalismus», «Augenzeugen-Material» oder auch «Gaffer-Videos» sei Dank.

 

Eine gute Entwicklung? Auf jeden Fall gefährlich. Für Journalisten und Augenzeugen. Ein Debattenbeitrag.

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Nachtrag zum Artikel «Gerüchteküche»

Vor einigen Monaten habe ich hier darüber geschrieben, wie verschiedene Medien basierend auf Gerüchten über mögliche sexuelle Verhältnisse zwischen einer Lehrerin und ihren Schülern berichteten. Inzwischen haben die Behörden auch die Strafuntersuchung im einzigen real existierenden Fall eingestellt. Und deshalb sei das hier erwähnt.

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RTVG-Abstimmung: Immerhin wird gestritten!

Ja, der Abstimmungskampf war aus meiner Sicht zum Teil grenzwertig. Und ja, das Resultat fiel knapp aus. Aber sogar ich als SRG-Mitarbeiter kann dem ganzen RTVG-Abstimmungskampf etwas Positives abgewinnen. Nämlich? Wir sind mal wieder Thema!

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Die Gerüchteküche kocht nicht fein

Lehrerin hat Sex mit Schüler in Unterkulm: Gerüchteküche brodelt
Bild: contrastwerkstatt/Fotolia

Eine 30-jährige Lehrerin hat eine sexuelle Beziehung zu einem 17-jährigen Schüler. Sie wird entlassen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Ein Thema für die Medien? Natürlich. Und wie! Gewisse Titel drehen die Story aus dem Wynental über Tage weiter. Zu Recht? Natürlich nicht! Denn erzählt sind die Fakten schnell. Was anschliessend kommt, sind nur noch Gerüchte. Und Gerüchte haben nun wirklich nichts verloren bei Zeitungen und Nachrichtenportalen.

 

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Hört! auf! mit! dieser! Opfer-Show!

Boulevard-Medien und ihre Opfer-Show: Der Schrei nach Aufmerksamkeit am Kiosk (Bild)
(c) Kunstzirkus / pixelio.de

Pressetitel und Online-Medien gieren nach Aufmerksamkeit. Zum Beispiel mit solchen Ausrufezeichen in Überschriften. Das ist nicht neu. Und im Boulevard schon immer schlimmer gewesen. Aber es gibt eine besonders perverse Art des Erregungsjournalismus. Es passiert nach tragischen und tödlichen Unfällen. Und die Überschriften lauten: «Sie hat so viel gelacht» oder «Er wollte noch eine Weltreise machen».

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#gerigate: 6 Lehren für Journalisten, Politiker und Bürger

Paparazzo-Bild: Der Fall Geri Müller in den Medien Schweiz.
(c) B. Laube / Karl-Heinz Laube / pixelio.de

Ich gebe offen zu: Bereits nach einer Woche Berichterstattung über die sogenannte Affäre rund um Geri Müller habe ich die Nase gestrichen voll. Noch immer werden Dutzende von Artikel publiziert, Tweets abgesetzt, Kommentare geschrieben. Die Inhalte wiederholen sich, wirklich Licht ins Dunkel bringt kaum jemand. Aber: Die Geschichte ist ein wahrhaft grandioses Lehrstück dafür, wie sich Medien und Politik in unserem Land aktuell verhalten. Der Versuch einer Zusammenfassung.

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Medien ohne Mauern: Das Netz erweitert den Horizont wirklich

Hände halten sich: Medien ohne Mauern: Das Netz erweitert den Horizont wirklich - mvmedia Blog Maurice Velati - Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Das Internet kann Grenzen überwinden und Mauern niederreissen. Klingt pathetisch und ein wenig übertrieben. Stimmt aber zumindest teilweise für die Medienbranche. Im Netz werden Inhalte immer häufiger echt vernetzt und ausgetauscht, sogar zwischen Konkurrenten. Ein echter Kulturwandel ist im Gang. Das bringt den Usern Mehrwert. Und langfristig wohl auch den Journalisten.

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Twitter kennt keine Gnade: Tippfehler bei @zdfheute

ZDF Heute: Tippfehler im Urteil Hoeness
Printscreen twitter.com

Es war ein kleiner Tippfehler: Er löste einen kleinen Sturm aus. Das ZDF twittert zum Urteil gegen «Fussball- und Steuerprofi» Uli Hoeness, er habe 3,6 Jahre Haft kassiert. Prompt reagiert die Netzgemeinde mit höhnischen Kommentaren. Die Erkenntnis: Online kontrolliert Journalisten. Das ist grundsätzlich gut. Funktioniert aber trotzdem nur bedingt.

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«Pikett-Haltung»: Warum «Batterie-Journalisten» keine Lösung sind

Wecker: Journalismus auf Pikett
segovax/pixelio.de

Wir kaufen Eier aus Bodenhaltung und wünschen uns Freilaufställe für die Rinder: Dem Tierschutz sei Dank. Die Haltung vieler Journalisten wäre allerdings auch eine Kampagne wert. Hier herrscht nämlich Pikett-Haltung vor. Die schadet dem Lebewesen und seinem Bauern. Ein Statement mit gewerkschaftlichem Unterton, aber vor allem mit unternehmerischer Weitsicht.

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Listicles und Co.: Inhalt vor Form!

Listicle-Artikel von Blick am Abend: Online-Journalismus 2014
Screenshot: blickamabend.ch

Die 10 dümmsten Listen der Welt, die 9 sinnfreisten Artikel oder 5 Gründe, warum News nicht unterhalten müssen: Listicles retten den Journalismus offenbar in die Zukunft. Oder zumindest die gebeutelten Online-Budgets der Verlage. Dabei hätte Online-Journalismus doch viel mehr Potential als eine gar nicht so neue Darstellungsform.

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Mein Dorf soll ein Dorf bleiben

Beinwil am See
(c) beinwilamsee.ch

Ich bin ein Landei. Und ich bin es gerne. Ich mag die Ruhe, die Langsamkeit, die Weite. Und ich schätze es in einem Dorf zu leben, wo sich die Menschen noch gegenseitig kennen und helfen. Aber auch mein Dorf wächst. Und es droht damit seine Vorteile zu verlieren.

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30 Jahre Regionaljournal - eine Lobhudelei

Das Regionalstudio von Radio SRF (Regionaljournal) in Aarau.
Blick ins Regionalstudio (Maurice Velati)

2014 feiert das Regionaljournal Aargau Solothurn von Radio SRF den 30. Geburtstag seiner täglichen Sendungen. Grund genug für mich, diesem Sendegefäss und seiner Redaktion (zu der ich ja selber dazu gehöre) ein völlig unkritisches Plädoyer zu widmen. Eine reine Lobhudelei zwar, aber trotzdem völlig ernst gemeint.

 

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Steter Tropfen... oder: Weshalb Journalismus Diskurs braucht

Schnappschuss vom JournalismusTag.13 in Winterthur
(c) Vinzenz Wyss (Twitter @VinzenzWyss)

Zum ersten Mal überhaupt habe ich mir die Zeit genommen, um am JournalismusTag des Vereins Qualität im Journalismus teilzunehmen. 200 Journalisten waren da. Die unzähligen Diskussionen und Referate zeigten: Es gibt keine einfachen Lösungen und Rezepte, um den viel beschworenen Qualitätsjournalismus in die Zukunft zu retten. Trotzdem sind diese Diskussionen wichtig.

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Zoff mit meinem Zynismus

Ein Blaulicht vor dunklem Wolken-Himmel: Drama, Unfall, Blog von Maurice Velati
Petra Bork / pixelio.de

Wir Journalisten berichten täglich über menschliche Dramen: Unfälle, Verbrechen, Krieg. Klar, dass man als Journalist abhärtet. Klar auch, dass man eine professionelle Distanz zu diesen Schicksalen braucht. Würden mich alle diese Schicksale persönlich betreffen und betroffen machen, dann hätte ich meinen Job schon lange an den Nagel gehängt. Doch manchmal nervt auch der alltägliche Zynismus einer News-Redaktion.

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Klick-Doping mit Doppelmoral

Online-Artikel von 20min.ch zu Viral-Video: Doppelmoral und Klickbolzen im Online-Journalismus
Screenshot 20min.ch

Absurd und gefährlich sei ein neuer Hype im Internet, schreibt eine Schweizer Online-Publikation. Und liefert das absurde und gefährliche Video zum Hype natürlich gleich mit. "Das kann schlimm werden", sagt der Experte im Artikel. Das ist schlimm, sage ich.

 

Dass (Boulevard-)Journalisten auch auf Klickzahlen schielen (müssen), ist verständlich. Dann sollen sie aber auch dazu stehen. Ihre Doppelmoral ist zu durchsichtig.

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Ein Hoch auf das Lokal-Ressort

Lokalzeitung Regionalzeitung mvmedia Blog Ein Hoch auf das Lokal-Ressort
(c) Rainer Sturm / pixelio.de

Das Sommerloch hat die Medienwelt fest im Griff. Am schlimmsten trifft es in diesen Wochen die Politik-Redaktionen und das Lokal-Ressort. Politiker weilen in den Ferien, Kommunen haben ihre Schalter geschlossen. In dieser Zeit trennt sich Spreu und Weizen bei den Journalisten: Besonders kreativ um Geschichten bemühen müssen sich die Lokal-Journalisten. Das Sommerloch beweist: Das Lokal-Ressort ist ein schwieriges Arbeitsfeld für Journalisten. Trotzdem ist es das beste Ressort überhaupt.

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Kurzfutter reicht nicht (allen)

1200 Zeichen maximal
Zeichenbeschränkungen beschränken. (Bild: mvmedia)

Wie lange darf ein Online-Text sein? Wollen Online-NutzerInnen nur Kurzfutter? Diese Frage diskutieren Schreiberlinge täglich und zum Teil kontrovers. Aktuell gilt allgemein das Credo: Kurz funktioniert online besser. Das führt dazu, dass viele Online-Medien zu boulevardesker Oberflächlichkeit neigen. Ich glaube: Das alles muss gar nicht so sein.

 

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Journalisten brauchen Medienkritik: Aber wer soll es tun?

Hund blickt durch einen Gartenzaun, Sinnbild für Medienbeobachtung und Medienkritik.
(c) M. Grossmann / pixelio.de

Die Schweizer Medienszene diskutiert über die (fehlende) Medienkritik. Tatsächlich gibt es kaum (selbst-)kritische Publikationen zur Medienszene, Medienthemen kommen in der Publikumspresse wenn überhaupt nur am Rande vor. Das Problem: Keiner will den Wachhund spielen, oder aber das Gebell bleibt praktisch ohne Wirkung. Mein absolut persönlicher und unwissenschaftlicher Beitrag zur aktuellen Diskussion.

 

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Die 4. Gewalt im Staat - ein Zukunftsmärchen

Ein Stuhl in einem Sitzungszimmer.
Bild: Maurice Velati

Die Aargauer Regierung präsentiert die jährliche Staatsrechnung. An der Medienkonferenz sind der Finanzdirektor vertreten, der Leiter des kantonalen Finanzamtes, der Pressesprecher der Regierung sowie ein Medienbeauftragter des Finanzdepartements. Sie alle sitzen auf dem Podium, um gemeinsam über den Rechnungsabschluss zu informieren. Ihnen gegenüber in der zweiten Sitzreihe ein einziger, einsamer Journalist.

 

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Facebook ist eine Chance für Politiker - auch für Ueli Maurer

Ueli Maurer Facebook Profil
Es bleiben nur noch verwaiste Profile. (Screenshot Facebook)

Ueli Maurer gibt auf. Der Bundespräsident hat seine Seite auf Facebook nach nur gut drei Monaten wieder gelöscht, wie die NZZ berichtete. Die Begründung dazu ist nicht weniger als bedenklich. Und sie zeugt davon, dass Ueli Maurer und seine Berater wohl nicht begriffen haben, welche Chancen ihnen soziale Medien bieten. Das gilt auch für andere Politiker - inklusive Bundesräte.

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Früher war alles besser, nur nicht im Journalismus

Kulturpessimisten aller Couleur läuten in unzähligen Studien und Streitschriften das Ende des Qualitätsjournalismus ein. Medienwandel, wegbrechende Werbeeinnahmen und fehlende Innovationskraft der Medienhäuser lässt die personellen Ressourcen in Redaktionen schrumpfen. Das stimmt. Nur: Vieles ist trotzdem besser heute als noch vor ein paar Jahren und Jahrzehnten. Und das darf man auch mal wieder schreiben.

 

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Das falsche Schlachtfeld

Private Verleger und SRG kämpfen um Freiheit und Grenzen im Internet. Da diskutiert man zum Beispiel eine maximale Zeichenzahl für Online-Artikel (mit oder ohne Leerschläge). Tatsächlich bietet die anstehende Konzessionsänderung der SRG eine gute Gelegenheit für wichtige Diskussionen. Die Kriegsrhetorik erscheint mir übertrieben, vor allem aber wird aus meiner Sicht (um bei dieser Rhetorik zu bleiben) auf dem falschen Schlachtfeld gekämpft.

 

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Social Media ist nicht Sex

Anlässlich des Tages zum Datenschutz sagt eine Zürcher Mittelschullehrerin, die Schule könne die «Erziehungsaufgabe Social Media» nicht allein erfüllen. Das sei Sache der Eltern. Diese Aussage ist nicht nur illusorisches Wunschdenken, sondern schlicht falsch.

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Journalisten als Medientrainer? Ja doch!

Dürfen Journalisten nebenberuflich als Medientrainer tätig sein? Dürfen Journalisten als Kommunikationsprofis «auf der anderen Seite» arbeiten? Ich finde: Ja, sie dürfen. Dazu braucht es allerdings Transparenz, die Fähigkeit zur Selbstreflexion und einige Regeln.

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Swiss Broadcasting: Eine Sprachglosse

Als Radio- und Onlineredaktor einer Sendung des mehr oder minder öffentlich-rechtlichen Rundfunks der Schweiz bin ich es gewohnt, mich täglich um eine gepflegte Ausdrucksweise in schweizerischer Mundart und deutscher Schriftsprache zu bemühen. Unsere Sprache ist uns also heilig. Intern aber verstehen wir uns ohne englische Fachausdrücke überhaupt nicht mehr.

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Wenn Medienhäuser sparen... sollten PR-Büros und Medienstellen sich wehren

Unter Journalisten ist es ein Dauerthema: Verlage und Medienhäuser inklusive SRG müssen sparen. Die Folge: Der Zeitdruck in den Redaktionen steigt, Zeitungen werden dünner, Redaktionen versuchen Inhalte aus der «Community» zu generieren - und so weiter. Diese Entwicklung sollte nicht nur Journalisten und Medienfachleute beunruhigen, sondern auch PR-Menschen und UnternehmenskommunikatorInnen.

 

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Gekaufte Journalisten: Keine Heuchelei, aber Selbstkritik

Nati-Trainer Hitzfeld arbeitet für den Ringier-Verlag, Journalisten erhalten in Zürich Bargeld für Ihr Erscheinen an einer Medienkonferenz. Diese Schlagzeilen haben zu heftigen Diskussionen über journalistische Unabhängigkeit und Ethik geführt. Natürlich ist das zum Teil pure Heuchelei - aber es zeigt, dass Journalisten vor allem eines haben müssen: Die Fähigkeit zur Selbstreflexion.

 

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Das Mass aller Dinge bei Pressemitteilungen?

Es ist die wohl kostengünstigste Methode der (Medien-)Kommunikation: Pressemitteilungen versenden. Vielleicht auch deshalb landen täglich Hunderte von Mitteilungen in den Postfächern der Redaktionen. Und vielleicht auch deshalb wird dieses Mittel der Kommunikation (zu) oft überstrapaziert. Das Mass aller Dinge beim Versand von Medienmitteilungen ist aber aus meiner Sicht wie so oft: Ein Mittelmass.

 

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Literaturtage Solothurn: «Peter Bichsel» moderiert

Heute starten in Solothurn die 34. Literaturtage. Der Solothurner Autor Peter Bichsel hat zu Beginn des Festivals den Grossen Schillerpreis erhalten. Und natürlich hat das Regionaljournal von Schweizer Radio DRS darüber berichtet. Wie aber wär's, wenn Peter Bichsel das Regionaljournal moderieren würde? Ich habe mir das mal so vorgestellt...

 

Und natürlich sei hier erwähnt, dass ich Peter Bichsel als Autor sehr schätze... aber halt auch als gut parodierbare Figur :-)

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Es braucht Dialog - nicht nur auf Facebook

Kommunikation ist Dialog. Das erzählen uns heute (fast) alle Profis. Und meinen damit meistens die Arbeit mit Plattformen wie Facebook und Twitter. Aber die Idee des Dialogs als erfolgreiches Kommunikationsinstrument funktioniert auch ausserhalb sozialer Medien. Ein Plädoyer für den Dialog als Bestandteil der Medien-Kommunikation.

 

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Rettet die Mundart!

Die Schweiz pflegt ihre Dialekte: Hochdeutsch-Unterricht im Kindergarten sorgt für rote Köpfe, das Radiopublikum kämpft für Nachrichtensendungen in Mundart. Umso schlimmer, dass wir am Fernsehen täglich mit schlimmsten Germanismen bedient werden - mit einer absolut künstlichen Mundart. Vor allem im Werbefernsehen.

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Plädoyer für Medienkunde

Die sogenannten "Reality-Formate" auf RTL gehorchen detaillierten Drehbüchern. Die Jugendlichen aber nehmen sie für bare Münze. Facebook lebt von Werbung und Handel mit Cookies - also persönlichen Daten. Die meisten Kids und auch ihre Eltern wissen davon aber nix. Was tut not? Ausbildung! Mediennutzung ist heute kompliziert und will gelernt sein.

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Das Internet vergisst nie

Daniel Vasella (Ex-Novartis-Präsident) hat sich wohl zurecht gegen eine Fotomontage der Jungsozialisten gewehrt. Sie zeigten ihn halb nackt im Rahmen einer Kampagne zur Initiative "1:12". Nur: Trotz Urteil des Bezirksgerichts Baden - die Bilder sind noch immer im Umlauf.

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Demontage einer Privatperson...

Es beginnt mit einer nüchternen und kurzen Pressemitteilung des Aargauer Gesundheitsdepartements am 30.09.2011. Der Kommandant des Kantonalen Katastrophen-Einsatz-Elementes sei per sofort ersetzt worden, gegen ihn würde wegen Vermögensdelikten ermittelt. Schreibt die Medienstelle des Kantons Aargau und löst damit (wohl unabsichtlich) eine mediale Hetzjagd aus.

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Politiker-Debatten: Eine unmögliche Idee

Die Wahlen stehen vor der Tür. Politikerinnen und Politiker diskutieren, debattieren und geben Auskunft in allen Medien. Und immer wieder zitieren sie dabei Studien, stellen Behauptungen auf und präsentieren ihr Weltbild. Das gehört sich so - ist aber oft sehr, sehr unbefriedigend für den Medienkonsumenten. Denn: Ob Politiker die Wahrheit sagen, bleibt oft im Dunkeln.

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AZ Medien kaufen Tele Züri und Bärn - und wie darüber geschrieben wird

Der Aargauer Verleger Peter Wanner ist auf Expansionskurs: Seine AZ Medien haben sich TeleZüri und TeleBärn unter den Nagel gerissen. Tamedia hat verkauft - über den Preis spricht keiner.

Das ist wohl auch besser... weil ja Peter Wanner sonst sehr sparsam ist und in seinem Medienhaus den Gurt massiv enger schnallen liess. Sein "Hausblatt" Aargauer Zeitung wird immer dünner - die anderen "az"-Titel ausser "Der Sonntag" auch - beim TV aber wird ausgebaut.

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Familiendrama: Und was machen die Medien daraus?

Ein Mann erschiesst seine Ex-Freundin auf der Gartenterrasse. In der Wohnung hören die drei Töchter der Frau die Schüsse, laufen hinaus und entdecken die leblosen Körper. Es ist ein Drama. Und als Journalist frage ich mich, wie ich so eine "Geschichte" meinem Publikum erzählen soll. Denn solche menschliche Dramen gehen mir noch immer nah. Bin aber offenbar einer der wenigen.

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